Stuttgart – Sein Herz für andere Bedürftige ist größer als seine eigene Not! Ein Stuttgarter Obdachloser rührt mit einer bewegenden Geste vor dem Weihnachtsfest. Der Mann hat 200 Euro für alleinerziehende Mütter gespendet. Das Geld hatte er zuvor durch das Sammeln von Pfandflaschen hart erarbeitet.
Der Mann, der sich „Schwalbe“ nennt, äußerte seinen Wunsch in einem handgeschriebenen Brief an den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF): Das Geld soll alleinerziehenden Müttern zugutekommen, „damit sie ein schönes Fest haben“.
Svenja Gruß (Vorständin SkF e.V. DRS), Schwester Nicola Maria (Citypastoral des Hauses der Katholischen Kirche) und Daniela Kob (Einrichtungsleiterin Paulusstift) freuen sich über die großzügige Spende
Schwester Nicola Maria nahm die Gabe im Briefumschlag entgegen. Ihr Fazit: „Diese Geste berührt uns tief und zeigt, dass wahre Großzügigkeit keine Grenzen kennt – gerade weil er selbst kaum etwas hat.“
„Spende macht uns sprachlos und dankbar“
Eine bedürftige Mutter im Stuttgarter Osten erhielt das Geld. Für ihr Kind gibt es bislang weder Geburtsurkunde noch Kindergeld – der Vater erkennt die Vaterschaft nicht an. Die Unterstützung kam zur rechten Zeit.
Svenja Gruß, Vorständin des Sozialdienstes katholischer Frauen: „Die Spende macht uns sprachlos und dankbar. Ich kenne Schwalbe persönlich, der bei gutem Wetter in Stuttgart im mittleren Schlossgarten auf einem Mäuerchen sitzt und Bücher liest.“
Das Geld für seine Spende hat „Schwalbe“ hart erarbeitet. Beispielrechnung: 2500 Flaschen mit 8 Cent Pfand pro Flasche wären nötig, um auf 200 Euro zu kommen.
„Schwalbe“ und seine bewegende Botschaft
„Schwalbe“ möchte anonym bleiben. Dem SWR verriet der überzeugte Christ: Die 200 Euro seien sein Geschenk an Gott – schließlich habe Jesus kommende Woche Geburtstag. Seine Botschaft: „Die einen haben zu viel, die anderen zu wenig – eigentlich wäre genug für alle da, wenn es besser verteilt wäre.“
