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Wittenberg – Schock auf der wichtigen Bahnstrecke Berlin–München: Ein vollbesetzter ICE ist bei Zahna (Sachsen-Anhalt) liegen geblieben. Rund 600 Menschen sitzen fest! Nach Angaben der Deutschen Bahn stürzte eine Oberleitung direkt auf den ICE. Reisende berichten auch, dass Scheiben zu Bruch gingen.

Der ICE ist in der Kleinstadt Zahna-Elster (Sachsen-Anhalt) zum Stehen gekommen. Die Bundespolizei und der Rettungsdienst sind im Einsatz. Die Deutsche Bahn teilte auf BILD-Anfrage anfangs mit, dass die Fahrgäste mit Bussen weiterreisen werden, da ein Ersatzzug wegen des abgeschalteten Stroms nicht eingesetzt werden könne. Später gab die Bahn bekannt, dass der voll besetzte Zug nach Lutherstadt Wittenberg abgeschleppt wurde. Fahrgäste steigen dort gerade in einen neuen Zug um.

Verletzte im Zug

Nach BILD-Informationen wurden mehrere Reisende durch Glassplitter verletzt. Für die Fahrgäste ist es eine zermürbende Situation. Sanitäter versorgten am Nachmittag Verletzte im Zug. Eine Reisende sagte nach dem Zugunglück zu BILD: „Wir sitzen seit 3,5 Stunden fest. Ohne Strom. Es ist heiß.“

Eine der geborstenen Scheiben am verunglückten Zug

Foto: MELTEM SEKER

Feuerwehrleute sind zum Zug geeilt

Feuerwehrleute sind zum Zug geeilt

Die Oberleitung soll kurz vor 12 Uhr auf den fahrenden Zug gestürzt sein. Seitdem gibt es auch keinen Strom im Zug. Die Klimaanlage ist ausgefallen. „Es sind schon mehrere Menschen umgekippt“, sagt die Reisende. Immer mehr Fahrgäste kommen an ihre körperlichen Grenzen. Auch die Toiletten können seit Stunden nur sehr eingeschränkt benutzt werden.

Bundespolizisten nach dem Unglück im liegengebliebenen ICE

Bundespolizisten nach dem Unglück im liegengebliebenen ICE

Foto: MELTEM SEKER

Eine Oberleitung fiel bei Wittenberg auf einen fahrenden ICE. 600 Reisende sitzen seit Stunden fest

Eine Oberleitung fiel auf den fahrenden ICE der Bahn und zerstörte Scheiben. 600 Menschen sitzen fest

Foto: MELTEM SEKER

Warum die Oberleitung bei der Durchfahrt riss, ist noch nicht bekannt. Laut den Reisenden wurden die ersten vier Waggons getroffen. Die Bundespolizei untersucht jetzt den betroffenen Abschnitt.

Bahnstrecke gesperrt, Züge umgeleitet

Die Haupttrasse zwischen Berlin und Halle ist gesperrt. Eine Bahnsprecherin zu BILD: „Wir haben noch keine Prognose, wie lange es zu Verspätungen kommen wird.“ Der Streckenabschnitt ist eine wichtige Verbindungsader, auf der auch Schnellzüge zwischen Berlin und München fahren.

Laut Bahn kommt es schon jetzt zu deutlichen Verspätungen und Umleitungen: „Züge zwischen Berlin-Halle-Leipzig werden aktuell über Dessau und Wiesenburg umgeleitet. Dadurch kommt es zu einer Fahrzeitverlängerung von etwa 40 Minuten. Der Halt Lutherstadt Wittenberg entfällt, Ersatzhalt ist Dessau.“

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