Es ist die Party nach der Party – und das gilt in diesem Fall gleich für beide Mannschaften. Wenn der HSV am Sonntag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) den SC Freiburg im Volkspark empfängt, ist eine gute Atmosphäre im Stadion garantiert. Spannender wird das Bild nach dem Abpfiff sein. Kater- oder Aufbruchsstimmung stehen zur Wahl. Für den HSV ist es auch ein Entwicklungstest. Jetzt geht es um die Zukunft.

Die Vorfreude auf den Nord-Süd-Vergleich ist groß. Für den HSV ist es der erste Auftritt nach dem erfolgreichen Klassenerhalt, auf Freiburg wartet nach dem historischen Einzug ins Europa-League-Finale das nächste emotionale Spiel. Kann die Euphorie mit auf den Platz genommen werden? Oder trudelt die Saison an den letzten beiden Spieltagen nur noch aus? Gerade für den HSV sind das entscheidende Fragen. Dabei spielt auch ein Blick in die Vergangenheit eine Rolle.

Zweitliga-Finale ist ein warnendes Beispiel für den HSV

In der vergangenen Saison hatte der HSV vorzeitig am vorletzten Spieltag den Aufstieg in die Bundesliga perfekt gemacht (6:1 gegen Ulm). Es gab eine gewaltige Party im Volksparkstadion. Das darauffolgende Spiel in Fürth sorgte eine Woche später dann jedoch schon wieder für einige Fragezeichen. Statt sich nach dem Aufstieg auch die Zweitliga-Meisterschaft zu holen, verabschiedete sich der HSV bei den zuvor in neun Liga-Spielen in Folge sieglosen Fürthern mit einer 2:3-Pleite in die Sommerpause und rutschte vom ersten auf den zweiten Tabellenplatz ab. Ein Aufstieg mit leichtem Beigeschmack. Diesmal soll ein anderes Zeichen für die Zukunft gesendet werden.

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„Wir haben das erste Mal nach dem Klassenerhalt die Möglichkeit, uns wieder vor unseren Fans zu zeigen. Ich glaube, da wird auch der Volkspark wieder sein wahres Gesicht zeigen, was Energie und Lautstärke angeht“, sagt Merlin Polzin mit Blick auf das Freiburg-Spiel. Von einem möglichen Spannungsabfall will er nichts wissen. Bei der Aufstellung soll es keine großen Experimente geben, auch an der passenden Motivation soll es nicht mangeln. Der HSV-Coach: „Es ist völlig unabhängig davon, ob wir unser großes Ziel schon erreicht haben. Wir haben genug Ansporn, nicht nur das Spiel gegen Freiburg, sondern auch am letzten Spieltag in Leverkusen zu gewinnen. Mit einem Sieg können wir am SC Freiburg in der Rückrundentabelle vorbeiziehen. Das sind kleine Ziele, die wir uns setzen. Wir schenken nichts ab.“

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Klare Worte, auf die nun auch Taten folgen müssen. Für den HSV geht es ab sofort um die Zukunft. Ist die Mannschaft mit dem Erreichten zufrieden – oder bereit, auch den nächsten Schritt zu gehen? Am Sonntag gegen Freiburg gibt es die erste Antwort. Sie wird zumindest teilweise auch mit Blick auf die Kaderplanung für die nächste Saison entscheidend sein.

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