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Das Frankfurter Konzept kommt bei IHK und FDP gut an. Der VCD findet einen Ausbau im Umland sinnvoller.

Frankfurt – Die Stadt Frankfurt hat ein Konzept für bis zu 2000 neue Park-and-Ride-Plätze vorgelegt, was die Industrie- und Handelskammer (IHK) begrüßt. Es sei ein langjähriger Wunsch aus der Wirtschaft, teilte IHK-Präsident Ulrich Caspar mit. Kundinnen und Kunden kämen so besser aus dem Umland in die Geschäfte in der Stadt. Die Angestellten profitierten gleichfalls von der besseren Erreichbarkeit.

„Der Ausbau von P+R-Parkplätzen ist eine regionale Aufgabe, mit der sich alle Bürgermeister und Landräte in der Region befassen sollten“, machte Caspar deutlich.

Mögliche zusätzliche Standorte für etwa 1200 P+R-Plätze sind laut Konzept der Römerhof, wo bereits das Messeparkhaus Rebstock steht, und die Borsigallee; dort gibt es ebenfalls schon das P+R-Parkhaus Borsigallee sowie die P+R-Plätze auf dem Parkplatz des Hessen-Centers.

Weitere 836 Parkplätze sind laut der Studie, an der Frankfurter Ämter und der Rhein-Main-Verkehrsverbund mitgewirkt haben, am Taunusblick, in Kalbach und am Frankfurter Berg möglich.

Frankfurt plant 2000 neue Park-and-Ride-Plätze

Die FDP im Römer hält die Stoßrichtung für richtig, bezweifelt aber, dass sich dadurch Staus in Frankfurt vermindern ließen. P+R wirke in der Pendlerstadt nur dann zuverlässig, wenn Stellplätze in ausreichender Zahl an leistungsfähigen Knotenpunkten bereitstünden und die Anbindung an S- und U-Bahn im dichten Takt gesichert sei, sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende Sebastian Papke. „Ohne deutlichen Kapazitätssprung bleibt der Beitrag zum Verkehrsfluss zu klein.“ Lobend hob er den möglichen P+R-Standort an der A5-Raststätte Taunusblick hervor, wo die Regionaltangente West und die U-Bahn-Linie U7 entlangfahren sollen.

FOTO TAGESSATZP+R Ffm Neu-Isenburg Stadtgrenze P1, Park and Ride Parkplatz voll belegt mit Autos von Pendlern an der Straßenbahnhaltestelle StadtgrenzeFoto aufgenommen am 26.06.2025Foto: Rolf Oeser
P+R an Neu-Isenburgs und Frankfurts Stadtgrenze ist beliebt. © Rolf Oeser

Für den Verkehrsclub Deutschland (VCD) Rhein-Main ist das Frankfurter P+R-Konzept nicht mehr als ein „Tropfen auf den heißen Stein“. Täglich pendelten 463 000 Menschen nach Frankfurt, etwa 60 Prozent im Auto. Für sie gebe es bereits 2000 P+R-Parkplätze am Stadtrand, und wenn nun 2000 weitere hinzukämen, könnten dort lediglich vier Prozent der Autofahrer und Autofahrerinnen parken, machte der Sprecher Mathias Biemann deutlich.

„P+R in der Fläche, nicht zu weit entfernt von den Wohnorten, mit einem Netz von kleineren Parkplätzen, die an einer leistungsfähigen ÖPNV-Achse liegen, wären ein sinnvolles Angebot und umweltverträglicher, als neue Monsterparkhäuser im überlasteten Stadtgebiet von Frankfurt zu bauen und alle dort mit dem eigenen Auto hinfahren zu lassen“, sagte er.

Das Land Hessen, die Kreise und die Kommunen müssten gemeinsam mit der Stadt Frankfurt an einer Lösung arbeiten, damit Pendeln für Mensch und Umwelt nicht mehr so belastend ist wie derzeit im Berufsverkehr im Rhein-Main-Gebiet.

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